Veganismus

Wir ernähren uns aus ethischen Gründen vegan bzw. versuchen, das Vermeidbare zu vermeiden – sprich: wo wir auf tierische Dinge verzichten können, tun wir dies. Derzeit lässt es sich leider nicht ändern, dass in vielen Gebrauchsgegenständen tierische Zusätze verwendet werden, wie zum Beispiel bei der Herstellung von Autos. Ebenso können wir derzeit nicht verhindern, dass für viele Medikamente Tierversuche durchgeführt werden oder wurden. Hierzu sei jedoch noch gesagt, dass wir – seit wir vegan leben – so gut wie keine Medikamente mehr brauchen bzw. so gut wie nie zum Arzt müssen. Wir greifen zudem auf Naturheilmittel zurück bzw. falls erforderlich nehmen wir so genannte Generika ein (Ratiopharm, Stada, Hexal, etc.) Seitens der Pharma-Unternehmen HERMAL und TOGAL wurde uns zudem bestätigt, dass weder Tierversuche durchgeführt noch beauftragt werden.

Alle drehen den Kopf weg, wenn sie Bilder von Küken sehen, die millionenfach in der Gaskammer oder im Schredder landen. Niemand mag es sehen, wenn eine Gans der grausigen Stopf-Prozedur unterzogen wird. Im Urlaub lassen wir unsere Kinder Kälbchen und Ferkel streicheln – im wahren Leben verzehren wir diese Tierkinder. Wenn man bedenkt, dass die Genähnlichkeit zwischen Mensch und Schwein bei 96 % liegt, kann ich nicht nachvollziehen, wie man seine nichtmenschlichen Geschwister da noch essen kann...

Der großkotzige Bonze bestellt sich Hummer – ungeachtet der Tatsache, dass diese armen Geschöpfe zu Tode gekocht werden. Wie laut können wir doch jammern, wenn wir uns die Hand verbrühen... Ich zitiere hier einen Satz vom leider verstorbenen Schauspieler O. W. Fischer, der mir sehr aus dem Herzen spricht. Auf die Frage, warum er keine Tiere esse, antwortete dieser warmherzige Mann: "Warum ich Brüder nicht esse? Aus Familiensinn, das ist alles. Irgendwo muss Scham beginnen."

Warum wir unsere Geschwister nicht essen? Weil uns eine unendliche Vielfalt an pflanzlichem Reichtum zur Verfügung steht, Süßes, Saures, Soja-Produkte, Gemüse und Obst in allen möglichen Variationen. In Sachen Genuss büßen wir nichts ein. Jedes Gericht lässt sich vegan zubereiten. Vor allem der Geschmackssinn, der durch die üblichen Geschmacksverstärker bzw. Süchtigmacher (z. B. Mononatriumglutamat) stark eingeschränkt ist, wird regeneriert und der Körper lernt wieder die Lust auf Lebensmittel kennen. Früher habe ich kaum Äpfel oder überhaupt Obst gegessen. Seit ich keine tierischen Lebensmittel mehr zu mir nehme, kann ich über den intensiven und herrlichen Geschmack der Pflanzenkost nur immer wieder auf´s Neue staunen!

Die Energie, die verschwendet wird, um ein 250 g Steak herzustellen, würde 40 Kinder satt machen. Weideland wird für die Massentierhaltung verschwendet, Großbauern verseuchen das Grundwasser sowie die Atmosphäre... Und alles nur, weil der Mensch einfach alles fressen muss, was nicht schnell genug vor ihm fliehen kann. Die Aussage mancher Menschen, sie bräuchten Fleisch, bestätigt im Übrigen die Theorie, dass die Geschmacksverstärker, die in fast jedem industriell angefertigten Lebensmittel enthalten sind, schwer süchtig machen und mit Opiaten vergleichbar sind. Wer den Geschmack nicht missen möchte - nun, Soja-Schnetzel schmecken genauso und ich behaupte sogar, zigmal besser als ein Stück Leiche, das mindestens 3 - 5 Tage alt ist...

Über PeTA kann ein kostenloses Veggie-Starterkit bezogen werden. Man muss nur ein wenig Mut aufbringen, um mit alten Riten zu brechen bzw. anerzogene Thesen über Bord zu werfen. Veganismus ist keine Einschränkung sondern vielmehr eine Befreiung. Sie sind gesünder und vor allem auch geistig rein, wenn Sie den Kreislauf des stetigen Mordens durchbrechen! Denn ganz gleich, ob Sie das Tier, das Sie essen oder anderweitig ausbeuten, selbst töten oder melken – Sie sind generell mitschuldig am Elend.

http://www.pusseliese.de/buchtip.htm

„Wir sind nicht einmal emotional zum Fleischessen geeignet. Setzen Sie ein kleines Kind zusammen mit einem Kaninchen und einem Apfel in einen Laufstall. Wenn das Kind das Kaninchen isst und mit dem Apfel spielt, kaufe ich Ihnen ein neues Auto.“

(Endlich Wunschgewicht von Allen Carr, ISBN 3-442-16117-7, 8,90 €)

 

Im Folgenden stellen wir die Bandreihe “Veganissimo” vor, die über www.veganbasics.de bestellt werden kann :

Veganissimo Band 102Veganissimo Band 1 (Tierliche Inhaltsstoffe und ihre Alternativen)

Klein, praktisch und kompetent - so präsentiert sich der erste Band der beliebten veganissimo Reihe. Er informiert über mehr als 530 Stoffe Tierischen Ursprungs, die bei der Herstellung von Nahrungsmitteln und anderen Produkten zum Einsatz kommen, und stellt Alternativen vor.

 

 

Veganissimo Band 2Veganissimo Band 2 (Handbuch der Tierrechte)

Das »Handbuch der Tierrechte« ist ein praktischer Leitfaden für Diskussionen mit Menschen, die sich für die Themen Tierschutz und Tierrechte interessieren. Es enthält die häufigsten Fragen, die in solchen Gesprächen auftauchen, und stellt ihnen kompetente Antworten gegenüber.

 

 

Veganissimo Band 3Veganissimo Band 3 (Literaturverzeichnis der Tierrechte)

Das »Literaturverzeichnis der Tierrechte« ist der dritte Band der populären veganissimo-Reihe und die umfangreichste gedruckte Literatursammlung zu den Themen Tierrechte, Veganismus und angrenzenden Bereichen.

 

 

Besondere Buchempfehlung der "Tierfreunde Dachau"

Patterson_Treblinka"Für die Tiere ist jeden Tag Treblinka - über die Ursprünge des industrialisierten Tötens" von Charles Patterson

Informationen zu diesem Buch:

Die Zivilisationskritik, die der Sozialhistoriker Charles Patterson in diesem Buch vorlegt, ist radikal und bedrückend.

Im Mittelpunkt steht die Geschichte des Verhältnisses von Mensch und Tier. Patterson legt dar, dass die großen Schritte in diesem Verhältnis, Domestizierung von Haustieren, ihre Abrichtung zu willenlosen Arbeitssklaven, der allmähliche Übergang zu Massenzucht und Massentierhaltung, das industrielle Töten am Fließband in Schlachthoffabriken einer niemals unterbrochenen Linie und Logik folgen, einer Logik der stetigen Verrohung. Ihren Kulminationspunkt erreicht diese Entwicklung im 20. Jahrhundert. Was wir nicht wahrnehmen und begreifen wollen:

Es gibt einen direkten Weg, der von den gewaltigen Großschlachthöfen Chicagos Ende des 19. Jahrhundert zu den Vernichtungslagern der Nazis führt. Patterson zeigt, die Routinen des Genozids schreiben die Routinen des Massenmord an den Tieren fort.

Die empathielose Rohheit, die unsere Zivilisation über Jahrtausende im Verhalten zu Tieren eingeübt hat, schlägt in Belzec, Maidanek, Hadamar, Sobibor und Treblinka auf die Zivilisation zurück und wendet sich nun gegen die Genossen der eigenen Gattung. Was in der Tierzucht erprobt war, kehrte im Rassenwahn der Eugenik zurück. In Eisenbahnwaggons, die für den Tiertransport gebaut worden waren, wurden die Juden in den Osten deportiert. Der Stacheldraht wurde zuerst im wilden Westen um die großen Tierherden gezogen, bevor er zum Symbol für Konzentrationslager wurde. Die Baracken vom Typ "OKH 260/9", in die die Häftlinge in Auschwitz gepfercht wurden, war der Normtypus eines Pferdestalls. Ihren Vorbildern, den Schlachthöfen, gleichen die Konzentrationslager bis in Details.

Patterson erklärt außerdem, "warum der Weg nach Auschwitz durch Amerika führte", an welchen US-Gesetzen sich die Nazis ein Beispiel nahmen, warum ein US-Forscher wissenschaftlicher Berater für das erste Gaskammer-Vernichtungsprogramm der Nazis wurde, wie Himmler vom Geflügelzüchter zum Menschenzüchter und -vernichter wurde u. a.

Der Holocaust hat die Überlebenden und ihre Angehörigen sensibel gemacht für das Leid, das Menschen einander zufügen  aber auch für die Qualen, die tagtäglich Milliarden von Tierenerfahren. Charles Patterson widmet sein Buch dem Literaturnobelpreisträger Isaac Bashevis Singer, der den erschütternden Satz schrieb: "Für die Tiere ist jeden Tag Treblinka".

Charles Patterson: "Ich hoffe sehr, dass dieses Buch Menschen sensibilisiert für die Mentalität, die zum Holocaust geführt hat, und dass es dazu beiträgt, dass so etwas nie wieder geschieht. Ich hoffe auch, dass das Buch unserer Gesellschaft dabei helfen wird, die furchtbare Behandlung von Tieren zu begreifen, Verantwortung zu übernehmen und unsere Arroganz gegenüber der Erde und all ihren Bewohnern zu erkennen. Ich wünsche mir, dass die Diskussion des Buches dazu beiträgt, das Ausmaß an menschlichem und tierischem Leiden in der Welt zu reduzieren."

Charles Patterson "Eternal Treblinka". Deutsch von Peter Robert. Ca. 320 Seiten. Fadenheftung. Fester Einband.

Bestellmöglichkeit: www.zweitausendeins.de

 

Weitere Literaturempfehlungen (alle zu beziehen über www.veganbasics.de)

Vegane Ernaehrung_Gill Langley"Vegane Ernährung" von Dr. Gill Langley

Die englische Wissenschaftlerin Gill Langley dokumentiert und analysiert kritisch und kompetent wissenschaftliche Untersuchungen zu allen medizinischen Aspekten der veganen Ernährung. Ein Standardwerk.

 

 

 

Vegan_Kath Clement"Vegan" von Kath Clement

Dieses Buch von Kath Clements mit dem Untertitel »über Ethik in der Ernährung und die Notwendigkeit eines Wandels« ist bereits ein Klassiker. Es informiert kompetent und verständlich über die Motivation und Praxis der veganen Lebensweise.

 

 

 

Veg_Hunde-Katzen"Vegetarische Ernährung von Hunden und Katzen" von James A. Peden

Das erste deutschsprachige Buch über die vegane Ernährung von Hunden und Katzen.

 

 

 

 

Vegan Passport02"Vegan Passport" von Vegan Society

Dieser praktische kleine Ratgeber formuliert, was Veganerinnen und Veganer essen - und was nicht. In 38 Sprachen, zusammengestellt von freundlichen Menschen aus aller Welt für die herausgebende Vegan Society. Und wenn die Sprachen auch nichts helfen, kann man auf informative Skizzen zurückgreifen.

 

 

 

Vegane Koestlichkeiten"Vegane Köstlichkeiten aus der chinesischen Küche" von Suzanne Barkawitz

Sie suchen Abwechslung für Ihren Speiseplan? Dann sollten Sie sich dieses Kochbuch mit 123 chinesischen Rezepten nicht entgehen lassen. Ganz nebenbei können Sie interessante Einsichten in die traditionelle chinesische Küche und die Lehre der fünf Elemente gewinnen.

 

 

 

Vegan genießen"Vegan genießen" von Suzanne Barkawitz

Das Allround-Kochbuch für Veganer und alle an der veganen Ernährung interessierten Menschen. Für Einsteiger wie Profis gleichermaßen geeignet.

 

 

 

die vegane Kueche"Die vegane Küche" von Ingrid Newkirk (PeTA)

Klein, aber inhaltsstark: das preisgünstige Kochbuch von Ingrid Newkirk und der Tierrechtsorganisation PeTA hat eine vielfältige Sammlung von 150 veganen Rezepten zu bieten.

 

 

 

kochen_backen_tofu"Kochen und Backen mit Tofu" von Alexander Nabben

Dieses interessante Kochbuch dokumentiert die enormen Variationsmöglichkeiten bei der Verwendung von Tofu und Sojamilch. Die Rezepte reichen von Vorspeisen wie Suppen über zahlreiche höchst verschiedene Hauptgerichte bis hin zu Kuchen, Milkshakes und Sojaeis.

 

 

 

vollwert-eis"Vollwert-Eis selbst gemacht - ohne tierisches Eiweiß" von Nick Nossem

Mit Liebe zum Detail hat Nick Nossem ein Buch geschrieben, dem man die Faszination und die Erfahrung des Autors in Sachen Eis anmerkt. Es bietet auf 144 Seiten neben einer umfangreichen Rezeptsammlung Basisinformationen zur Eisbereitung und Tipps und Tricks für die Praxis.

 

 

Lesen Sie auch folgendes Essay zum Thema : http://www.free.de/vegan/