Vorwort:

„Ich glaube, dass menschlicher Fortschritt an einem gewissen Punkt von uns verlangt,
dass wir aufhören, unsere Mitlebewesen zur Befriedigung unserer körperlichen
Verlangen zu töten. Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation
kann man daran ermessen, wie sie die Tiere behandelt."

Mahatma Gandhi (1869 - 1948 ermordet)

 

Wir leben im 21. Jahrhundert. Verglichen mit der Zeit, die seit Entstehung der Erde bis zur Gegenwart hin notwendig war, könnte man die Existenz des Menschen als eine kaum erwähnenswerte Zeitspanne erachten. Doch trotz dieser kurzen Zeitspanne hat die selbst ernannte „Krone der Schöpfung“ erreicht, dass zig Arten bereits ausgestorben, weitere gefährdet, Naturvölker ihr Zuhause verloren, andere wiederum verfolgt wurden (und noch werden). Das Monster „Mensch“ arbeitet vor hochkomplizierten Technologien, die moderne Hausfrau bedient sich einer Vielzahl von arbeitserleichternden Geräten, die Menschheit plant sogar, nach dem Mond nun auch den Mars zu besuchen. In Kirchen wird Nächstenliebe gepredigt (die jedoch meist schon vor den Kirchenportalen aufhört, wenn die davor sitzenden Obdachlosen verjagt werden).

Und zugleich überschattet Eines all diesen Fortschritt. Der Kannibalismus, den die meisten weit von sich weisen. Kannibalismus, den man verabscheut, wenn es darum geht, Menschenfresserei zu verurteilen. Kannibalismus, der selbst von den Gebildetsten unter uns mit egoistischen Argumenten befürwortet wird. Sieht man grausige Bilder von Schlachthöfen, Tiertransportern, Mastanlagen, Versuchslaboratorien, Pelzfarmen etc. wird wohlweislich weg geschaut, vielleicht auch verstohlen eine Träne aus den Augenwinkeln gewischt. Die Leichenfresserei macht uns jedoch nicht nur krank, sie zerstört die Umwelt, sorgt für Hungersnöte in den ärmsten Ländern, der Regenwald wird abgeholzt, die Luft verseucht, der Boden verschmutzt...

Wir schauen nicht weg. Wir kämpfen dafür, dass auch andere diese Eindrücke zu sehen bekommen. Wir erheben unsere Stimme für die, die sich nicht wehren können, für die Unschuldigsten unter uns. Wir erkennen die Verwandtschaft zwischen Mensch und Tier an; somit ist es reiner Zufall, dass wir als menschliches Säugetier und nicht als Laborratte, als Tanzbär, als Delikatesse für neureiches Gesocks oder als Pelz-Kragen verwöhnter Weibsbilder geboren wurden. Ein Zufall ist unserer Meinung nach niemals Grund genug, andere Mitgeschöpfe zu unterdrücken und auszubeuten. Auch dürfen aufgrund unseres mörderischen Lebenswandels nicht auch andere Mitmenschen leiden! Bei pflanzlicher Kost wäre die Menschheit nicht nur gesünder, die Speisen dieser Erde würden für alle reichen!

Es mag Selbstschutz degenerierter Zeitgenossen sein, dass sie auf derlei Themen nur mit Abwiegelei, Ausreden, Zynismus, Aggression oder schlicht mit Lächerlichmachung reagieren. Doch was, wenn sich die Befreier der Sklaven oder die Unterstützer der Frauenbewegung ebenso von derlei Reaktionen hätten abhalten lassen, das Richtige zu tun?

Darum halten wir es auch weiterhin wie der großartige Schriftsteller Emile Zola:

Die Sache der Tiere steht höher für mich als die Sorge,
mich lächerlich zu machen, sie ist unlösbar verknüpft mir
der Sache der Menschen.

Emile Zola (1840 - 1902), französischer Romanschriftsteller des Naturalismus