Aphorismen

Auf dieser Seite werden wir Ihnen bedeutsame Worte mehr oder weniger bekannter Menschen aus verschiedensten Zeitabschnitten vorstellen. Berühmte Schriftsteller, Wissenschaftler, Theologen, Politiker aber auch weniger bekannte Tierrechtler sagen oft so bedeutungsschwangere Sätze, dass diese nicht ungehört verhallen sollten.

Weitere Tierrechts-Zitate finden Sie zudem unter www.tierzitate.de.vu

 
006

"Mitten in unserem prunkvollen, hedonistischen Hightech-Lebensstil, zwischen den glanzvollen Monumenten der Geschichte, Kunst, Religion und des Handels, existieren 'Black Boxes'. Es handelt sich um die biomedizinischen Forschungslabors, Tierfabriken und Schlachthöfe - gesichtslose Einrichtungen, wo die Gesellschaft das schmutzige Geschäft des Missbrauchs und Tötens unschuldiger, fühlender Lebewesen tätigt. Das sind unsere Dachaus, unsere Buchenwalds, unsere Birkenaus. Genau wie die guten deutschen Bürger damals haben wir eine recht gute Vorstellung davon, was dort vor sich geht, aber wir wollen der Realität nicht ins Auge sehen."

Alex Hershaft, Gründer und Vorsitzender des Farm Animal Reform Movement (FARM), dessen Vater von den Nazis getötet wurde, der aus dem Warschauer Ghetto entkam und sich bis zum Ende des Krieges im ländlichen Polen versteckte

00602

"Ich entsinne mich, dass ich während eines Urlaubaufenthalts von 1967 im russischen Wald bei Cavidovo zum ersten Mal eine solche "Hühnerfabrik" gesehen und besucht habe und dass mein erster Eindruck - und er hat sich später nie geändert - der war: das muss für die armen Tiere ja schlimmer sein als was wir im Konzentrationslager die Jahre hindurch haben ausstehen müssen!"

Martin Niemöller, ehemaliger KZ-Häftling

00604

"Ich glaube, dass der Mensch, so lange er Tiere quält und tötet, auch Menschen quält und tötet und Kriege führt - denn das Töten muss geübt und in kleinem Rahmen innerlich und äußerlich erlernt werden. So lange Tiere in Käfigen eingesperrt werden, wird es auch Gefängnisse geben - denn das Einkerkern muss geübt und erlernt werden, in kleinem Rahmen, innerlich und äußerlich. So lange es tierische Sklaven gibt, wird es auch menschliche Sklaven geben - denn die Sklaverei muss erlernt und geübt werden, in kleinem Rahmen, innerlich und äußerlich."

Edgar Kupfer-Koberwitz, Autor, Veganer und Tierrechtler, der von 1940 bis 1945 im Konzentrationslager Dachau inhaftiert war

00605

"Genauso wie gewöhnliche Familienväter die Maschinerie des Holocaust in Europa betrieben haben, kommt der jährliche Holocaust an Milliarden von Hühnern in Gestalt von Werbung für Fast-Food-Ketten oder Verpackungen mit kaum noch als Tiere zu erkennenden Leichenteilen zu den Menschen. Die Verwendung des Begriffes 'Holocaust' sollte niemanden stören, um die heutige Misshandlung von zahllosen Milliarden von Tieren zu beschreiben. Vielmehr sollten die Quälerei, das Töten und das Züchten, um zu töten, stören. Letztendlich ist ein Holocaust eine enorme oder totale Zerstörung von Leben. Weder die Menschheit noch eine bestimmte Gruppe unter den Menschen stellen das gesamte Leben dar."

David Cantor, dessen Familie fast zur Hälfte im Holocaust umkam, als die Nazis 1939 in Polen einmarschierte

n00606

"Das industrialisierte Massentöten von Unschuldigen hat 1945 nicht aufgehört. Es hat sich nur zurück zum 'Ewigen Treblinka' der Tierausbeutung und -schlachtung verschoben."

Dr. Charles Patterson, Autor, Eternal Treblinka: Our Treatment of Animals and the Holocaust

00607

"Der Holocaust war kein Unfall der Geschichte - er geschah, weil Personen, Organisationen und Regierungen Entscheidungen trafen, die nicht nur Diskriminierung legalisierten, sondern auch Vorurteile, Hass und letztendlich Massenmord erlaubten. ... Der Holocaust bietet einen Kontext, um die Gefahren dessen aufzuzeigen, wenn man der Unterdrückung anderer schweigend, teilnahmslos und gleichgültig gegenüber steht."

United States Holocaust Memorial Museum, Guidelines for Teaching About the Holocaut

00608

"Die Tiere in dieser Welt leben in einer Hölle, und ihre Teufel sind die Menschen."

Unbekannter Verfasser

00609

Wenn alle Tiere, die umsonst gelitten haben, im gleichen Moment schreien würden, würde eine unglaubliche Katastrophe die Welt verwüsten, und die wenigen überlebenden Menschen würden taub und im Wahnsinn umherirren."

OSCAR GRAZIOLI (Tierarzt, Journalist; Medico Veterinario, giornalista pubblicista)

00610

„Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung“

Albert Einstein

00611

"Ich bin für die Rechte der Tiere genauso wie für die Menschenrechte. Denn das erst macht den ganzen Menschen aus."

Abraham Lincoln (1809-1865; 16. Präsident der USA)

00612

"Es ist wahrlich entlarvend, mit welchen Hass sich Jäger gegen jede Form vierbeiniger oder geflügelter „Mitjäger“ wenden. Nicht nur gegen Füchse, Marder und Habichte, sondern ebenso gegen Hunde und Katzen. Der Grund hierfür dürfte nicht nur der Wunsch nach höheren Abschusszahlen, sondern auch die jagdliche Freude beim Abschuss von Haustieren sein."

Dag Frommhold, Jagdgegner und AJ-Buchautor

00613

"Mein Glauben sind die Tiere, meine Kirche ihre Welt."

Helmut Rentsch, Tigerfreund

00614

"Ich bin aus dem gleichen Grund Vegetarierin, aus dem ich keine Kannibalin bin."

Brigit Brophy, Schriftstellerin

00615

"Die Zahl der Vegetarier würde sicher ins Unermessliche sich steigern, wenn der gebildete Mensch die Tiere, derer er sich als Nahrung bedient, selbst schlachten müsste."

"Weh dem Menschen, wenn nur ein einziges Tier im Weltgericht sitzt."

Christian Morgenstern

00616

"Tierexperimentatoren sind Wesen besonderer Art, man sollte sie nicht leichtfertig Menschen nennen."

Dr. Herbert Stiller, Arzt und Psychotherapeut

00617

"Wenn die Jagd aktiver Naturschutz ist - dann ist Völkermord humanitäre Hilfe."

Gert aus Berne

00618

"Auf Tiere könnte ich nie schießen, die müssten schon Selbstmord machen."

Hans-Dietrich Genscher, Ex dt. Außenminister

00619

"Eine Gesellschaft, die Schlachthäuser und Schlachtfelder verkraftet, ist selber schlachtreif."

"Wer Tiere isst, steht unter dem Tier."

"Verdient eine Menschheit, die Trilliarden Tiere tötet, nicht eben das, was sie dem Tier antut?"

"Gegenüber dem Tier ist der Mensch ein Gewohnheitsverbrecher!"

"Wo immer der Mensch sich das Recht nimmt, ein Tier seinem Zweck zu opfern, begeht er nicht nur Unrecht, sondern ein Verbrechen."

Dr. phil Karlheinz Deschner (Schriftsteller, Philosoph, Kirchenkritiker)

00620

"Sie haben soeben zu Mittag gegessen; und wie sorgfältig auch immer das Schlachthaus in einer taktvollen Entfernung von einigen oder vielen Kilometern verborgen sein mag: Sie sind mitschuldig."

Ralph Waldo Emerson (US-Schriftsteller und Politiker; 1803-1882)

00621

"Der tägliche Holocaust der Tiere bleibt auch dann ein Verbrechen, wenn er von der demokratischen Mehrheit verübt wird."

In Anlehnung an das Zitat vom 30.01.04 von Dr. Ernst W. Henrich

00622

"Kein Mensch käme auf die Idee, zur Rettung von Indianerstämmen, Indianer hinter Gitter zu stecken. Warum steckt man dann vom Aussterben bedrohte Tiere im Zoo hinter Gitter?"

Verfasser unbekannt

00623

"Es wird ein großer Fortschritt in der Entwicklung unserer Rasse sein, wenn wir Früchteesser werden und die (menschlichen) Fleischesser von der Erde verschwinden. Alles wird möglich auf unserem Planeten von dem Augenblick an, wo wir die blutigen Fleischmahle und den Krieg überwinden."

Dupin Aurore alias George Sand (franz. Schriftstellerin; 1804-1876)

00624

"Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten, doch alle Professoren dieser Erde können ihn nicht wieder zusammen setzen."

Arthur Schopenhauer, Philosoph (1788 - 1860)

00625

"Das Land wird euch seine Früchte geben, dass ihr euch satt essen könnt. Wer einen Ochsen schlachtet, ist eben als der einen Mann erschlüge."

Bibel, Jesaja 66/3

00626

"Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen. "

Bibel, Genesis 1:29

00627

"Durch die Senkung des Fleischkonsums könnten ein viertel oder mehr der klimarelevanten Emissionen vermieden werden. Der Übergang zu einer stärker pflanzlich orientierten Ernährung eröffnet somit das mit Abstand grösste Einsparpotential (bis zu 100 Mio. t CO2-Äquivalente) im Ernährungssystem. Darüber hinaus würden die volkswirtschaftlichen Folgekosten der ernährungsbedingten Krankheiten (50 Mrd. DM/Jahr) erheblich reduziert. Bezogen auf die Klimabelastung ergibt sich bei der fleischhaltigen Komponente (z.B. Frikadelle) die 13fache Menge an CO2-Äquivalenten gegenüber der fleischlosen Komponente (z.B. Getreidebratling)."

Enquete-Kommision (Untersuchungs-Kommision des Deutschen Bundestages zum Schutz der Erdatmosphäre)

00628

"Es ist die Anonymität unserer Tieropfer, die uns taub macht für ihre Schreie."

Luise Rinser

00629

"Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen."

George Orwell

00630

"Die Sache der Tiere steht höher für mich als die Sorge, mich lächerlich zu machen."

Emile Zola (1840-1902) französicher Schriftsteller

00631

"Entweder ist das Tier nicht wie wir, dann gibt es keinen Sinn mit ihm zu experimentieren, oder es ist wie wir, dann gibt es kein Recht mit ihm Versuche zu machen, die als empörend betrachtet würden, wenn man es mit einem von uns machte."

Gisela Grothe

00632

"Schlachthäuser sind Pestgeschwüre am Leibe der Humanität. Alles Elend kommt von dieser Krankheit!"

Reinhold Braun

00633

"Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt."

Wilhelm Busch

00634

"Wer einen Hund oder Affen, ja jedes höhere Säugetier wirklich genau kennt und trotzdem nicht davon überzeugt ist, dass dieses Wesen Ähnliches erlebt wie er selbst, ist seelisch abnorm. Er gehört in eine geschlossene psychiatrische Klinik, da seine Schwäche ihn zu einem gemeingefährlichen Wesen macht."

Konrad Lorenz

00635

"In grausamen Experimenten zu Messinstrumenten degradiert, als Nutztier zur Maschine entstellt, als Haustier krankgezüchtet und einbetoniert, als Wildtier von der Ausrottung bedroht und als Denkmal seiner selbst in Zoos ausgestellt - das ist das Schicksal, das wir den Tieren dieser Erde bereitet haben."

Sina Walden und Gisela Bulla (Endzeit für Tiere, 1984)

00636

"Ich sage ja nicht, dass jeder Mensch, der vegetarisch lebt, gerecht sei, sondern, dass jeder der nicht vegetarisch lebt, dadurch ungerecht handelt. Es ist also ein ganz unberechtigter Vorwurf, dass der Vegetarier nicht konsequent seine sittlichen Grundsätze befolge, wenn er nicht auch die Pflanzenvernichtung vermeide, also nicht verhungere um kein fremdes Leben zu zerstören. Dagegen handeln die Menschen, die das Verzehren von Tierleichen deshalb für berechtigt erklären, weil auch die Pflanze ein beseeltes und empfindendes Wesen sei,inkonsequent, wenn sie nicht auch das Menschenfleischessen für berechtigt erklären."

"Auch wenn wir gar nicht hoffen könnten, dass jemals alle Menschen zur vegetarischen Lebensweise übergehen werden, hätte niemand deswegen das Recht, Fleisch zu essen. Ein Unrecht bleibt auch dann ein Unrecht, wenn alle es verüben."

"Es zeugt von Heuchelei, wenn ein Fleischesser mit Verachtung auf die Schlachter hinabblickt; denn der Mensch ist nicht nur verantwortlich für die Handlungen, die er selbst ausführt, sondern auch für die Handlungen, die er von anderen ausführen lässt."

Magnus Schwantje (1877-1959; Tierschützer, Pazifist, Autor)

00637

"Was erwarten wir denn von einer Religion, wenn wir das Mitleid mit den Tieren ausschließen?"

Richard Wagner

00638

"Auschwitz beginnt da, wo einer im Schlachthof steht und sagt: es sind ja nur Tiere."

Theodor W. Adorno

00639

"Der Tod an sich ist nichts Furchtbares, nichts Höllenhaftes - wohl aber ist dies die Todesangst und die physische Qual. Dass bei der Tötung der Tiere diese beiden dem Opfer tunlichst zu ersparen seien, darüber ist doch kein gesitteter Mensch im Zweifel. Meiner Überzeugung nach wird auch einst die Zeit kommen wo niemand sich wird mit Leichen nähren wollen, wo niemand mehr sich zum Schlächterhandwerk bereit finden wird. Wie viele unter uns gibt es schon jetzt, die niemals Fleisch äßen, wenn sie selber das Messer in die Kehle der betreffenden Tiere stoßen müssten!"

Bertha von Suttner (1843-1914; Pazifistin; Friedensnobelpreis 1905

00640

"Ein Beweis, dass der Geschmack für Fleischkost dem Menschen nicht natürlich ist, liegt auch darin, dass die Kinder eine Abneigung gegen solche Speisen haben und den pflanzlichen Nahrungsmitteln den Vorzug geben, wie Milchspeisen, Gebäck, Obst und dergleichen. Es ist höchst wichtig, diesen ursprünglichen und natürlichen Geschmack nicht zu verderben, und die Kinder nicht zu Fleischessern zu machen. Denn wie man auch die Tatsachen erklären möge, so ist es doch gewiss, dass die starken Fleischesser im allgemeinen grausamer und wilder sind als andere Menschen."

Jean Jaques Rousseau (1712-1778; franz.-schweiz. Philosoph, Pädagoge, Schriftsteller u. Musikwissenschaftler)

00641

 

Aphorismen 2